Vor mehr als 50.000 Jahren: Jäger und Sammler beginnen mit sichtbar gemachter Kommunikation zur Informationsvermittlung durch Kratzen von Zeichen mit Fingernägeln oder primitivem Werkzeug in Felswände

Um 3000 v. Chr.: Die Sumerer als Begründer einer der ersten Hochkulturen entwickeln eine Bildschrift. Hierzu ritzen sie Zeichen mit einem dreieckig zugespitzten Griffel abwechselnd von rechts nach links und von links nach rechts in weichen Ton. Es etablieren sich etwa 6000 verschiedene Zeichen. Zu dieser Zeit entsteht auch der einflussreiche Beruf des Schreibers, da nur sehr wenige Menschen diese Zeichen beherrschen.
Die Ägypter entwickeln etwa zur gleichen Zeit die Hieroglyphen. Diese werden mit weich gekauten Binsen auf Papyrus geschrieben. Um den Beruf des Schreibers zu ergreifen ist eine 13-jährige Ausbildung, in der ca. 1000 Zeichen erlernt werden, nötig.

Etwa 2000 v. Chr.: In Anlehnung an die Hieroglyphen der Ägypter erfinden die Phönizier 22 Zeichen eines Konsonantenalphabets, das die bis zu 30 verschiedenen menschliche Laute darstellen kann und überall einsetzbar ist. Diese Erfindung wird zur Mutter aller späteren europäischen Schreibweisen.

1200 – 700 v. Chr.: Die europäischen Griechen übernehmen das orientalische Konsonantenalphabet, setzen als Weiterentwicklung Vokale hinzu und schaffen somit aus 24 Buchstaben das erste vollwertige Alphabet. Hieraus entwickeln sich auch die etruskische und die lateinische Schrift.

Ab dem Mittelalter: Aus der etruskischen und lateinischen Schrift entstehen durch Beendigung der fortlaufenden Schrift und Hinzufügung von Interpunktion und Kleinbuchstaben alle bis heute verwendeten Schriftarten.