Schreibwerkzeuge im Wandel der Zeit

Als die ersten Menschen begannen, Informationen mittles einer Art von Schrift festzuhalten, taten sie dies durch das Einritzen von Bildern und Zeichen mit den Fingernägeln.
Da diese Methode jedoch sehr mühevoll und uneffizient war, begann man bald, sich mit Werkzeugen aus Holz, Stein, Knochen oder Metall zu behelfen.
In der Antike griff man schließlich auf Rohrfedern aus Schilf oder feste Griffel zurück, mit denen auf Wachstafeln geschrieben wurde. Da das Schreiben mehr und mehr an Bedeutung gewann, entwickelten sich auch rasch immer neue Methoden, die Informationen auf einem geeigneten Untergrund sichtbar zu machen.

Im Mittelalter begannen die Gelehrten, mit Kielfedern zu schreiben. Ein immenser Fortschritt – denn das Schreiebn mit einer Feder auf Papier funktionierte vergleichsweise schnell und problemlos. Doch natürlich, war die Entwicklung der Schreibwerkzeuge damit noch lange nicht am Ende.

Ende des 18. Jahrhunderts entdeckte man die Stahlfeder als weitaus stabileres und geeigneteres Instrument für das Verfassen von Schriftstücken.

Etwa 100 Jahre später wurde schließlich der Füllfederhalter erfunden, der im Vergleich zu seinen Vorgängern die Tinte gezielter auf das Papier brachte und dabei nicht die gefürchteten Tintenkleckse hinterließ.

Als modernstes und beliebtestes unter den heute noch verwendeten Schreibwerkzeugen kann der Kugelschreiber angesehen werden. Er wurde im Jahr 1888 in Ungarn in Anlehnung an das Prinzip von Druckerwalzen erfunden, die die Tinte gezielt und sicher auf Papier brachten. Der Weltlage geschuldet begann er seinen Siegeslauf jedoch erst im Jahr 1945.

Eine Änderung der Schreibkultur fand ab Beginn der 1960er Jahre durch die Erfindung der Schreibmaschine und später auch des Computers statt: Mehr und mehr verlagerte sich das Schreiben von einem rein manuellen zu einem maschinellen Prozess. Dies brachte viele Vorteile mit sich – zumal auch das korrigieren von Fehlern so immer leichter wurde. Allerdings kann nicht davon gesprochen werden, dass das Schreiben mit der Hand seine Bedeutung durch die technischen Revolutionen der Neuzeit völlig verloren hätte, im Gegenteil. Eine Maschine ist nicht in der Lage, die Individualität des Schreibers, die sich nun einmal vor allem in seiner Handschrift zeigt, wiederzugeben.