Die Geschichte des Füllfederhalters beginnt mit einer interessanten Anekdote, die sich Ende des 19. Jahrhunderts zugetragen haben soll: Im Jahr 1883 entging einem amerikanischen Versicherungsmakler ein wichtiges Geschäft, wegen eines Tintenkleckses, den er beim Unterschreiben auf dem Vertrag hinterließ.

Während er sich auf den Weg machte um eine neue Feder zu besorgen, soll der Geschichte nach ein Dieb den Vertrag entwendet und ihn so um den wichtigen Deal gebracht haben.

Um zu verhindern, dass ihm so etwas noch einmal passiert, begann er in der Werkstatt seines Bruders an einem Schreibgerät mit feinen Kanälen zwischen Feder und Tintenkammer zu tüfteln, das beim Schreiben nicht kleckste; die Geburtsstunde des Füllfederhalters wie wir ihn heute kennen.

Noch im gleichen Jahr meldete er seine Erfindung zum Patent an. Die ersten Exemplare des Schreibgeräts verkaufte er in einem Zigarrenladen in New York – doch vorerst blieb der Erfolg aus. Der Erfinder jedoch war von seinem Schreibgerät überzeugt: er investierte in extensive Werbung, führte und gewann einen Patentprozess um Hartgummi Schreibgeräte und gründete schließlich im Jahr 1888 eine Fabrik in Montreal, die sich auf die Entwicklung und Produktion verschiedener Designs spezialisierte.